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Angst vor Ablehnung in Freundschaften: Wenn das Herz schneller schlägt als der Kopf

  • Autorenbild: Sandra Konjer
    Sandra Konjer
  • 14. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit
Zwei junge Frauen sprechen über Angst vor Ablehnung in Freundschaften
Angst vor Ablehnung in Freundschaften


Viele Menschen kennen sie, aber kaum jemand spricht darüber: die Angst vor Ablehnung in Freundschaften. Sie taucht leise auf – wenn eine Nachricht unbeantwortet bleibt, wenn ein Treffen verschoben wird oder wenn die Gedanken sich darum drehen, nicht mehr dazuzugehören. Diese Angst ist still, aber sehr kraftvoll – und sie verändert, wie Freundschaften erlebt werden.




Ein Gespräch unter Schwestern über Angst vor Ablehnung in Freundschaften



Zwei Schwestern sitzen zusammen am Küchentisch.


Lea: „Du wirkst heute so gelöst. Was ist passiert?“


Mara: (atmet tief durch) „Ich hab mich endlich getraut, mit meinen Freundinnen über meine Angst zu reden.“


Lea: „Welche Angst meinst du?“


Mara: „Diese ständige Angst, in der Freundschaft abgelehnt zu werden. Wenn ich länger nichts höre oder wenn jemand nicht gleich antwortet, denke ich sofort, ich hätte etwas falsch gemacht. Dann ziehe ich mich lieber zurück – obwohl ich mir Nähe wünsche.“


Lea: „Das klingt richtig anstrengend. Wie hast du’s geschafft, das zu sagen?“


Mara: „Beim letzten Treffen habe ich es einfach ausgesprochen: ‚Manchmal habe ich Angst, dass ihr mich nicht mehr mögt.‘ Ich dachte, das kommt total komisch rüber. Aber sie haben mich überrascht. Sie haben sofort gesagt, dass sie das überhaupt nicht so sehen – und dass sie mich genau so mögen, wie ich bin.“


Lea: „Und wie hast du dich danach gefühlt?“


Mara: „Wie befreit. Es war, als hätte ich einen schweren Stein losgelassen. Und das Verrückte: Zwei von ihnen haben erzählt, dass sie selbst auch manchmal so fühlen. Seitdem ist diese Angst viel leiser geworden.“




Wie Angst vor Ablehnung Freundschaften beeinflusst



Die Angst vor Ablehnung in Freundschaften ist für Außenstehende oft unsichtbar, für Betroffene aber sehr präsent. Sie führt zu Rückzug, ständigen Grübeleien oder zu übermäßiger Anpassung. In jedem Schweigen oder jedem verschobenen Treffen kann die Sorge stecken: „Vielleicht passe ich nicht mehr dazu.“


Solche Muster können über Jahre bestehen und belasten Beziehungen – nicht, weil die Freundschaft schwach wäre, sondern weil die innere Unsicherheit so stark ist.




Warum Aussprechen Beziehungen verändern kann



Was Mara erlebt hat, zeigt deutlich: In dem Moment, in dem die Angst ausgesprochen wird, verliert sie einen Teil ihrer Macht. Statt Ablehnung hat sie Verständnis und Nähe erfahren. Und sie hat gemerkt: Viele Menschen tragen dieselbe Angst in sich – nur bleibt sie oft unausgesprochen.


Mut, offen zu sein, kann die Grundlage für mehr Vertrauen schaffen. Nicht nur in Freundschaften, sondern auch in Partnerschaften oder im Kontakt zu Kollegen.




Angst vor Ablehnung in Freundschaften überwinden – ein neuer Blick auf Nähe



Angst vor Ablehnung in Freundschaften muss kein stiller Begleiter bleiben. Sie darf sich wandeln. Mit Unterstützung, Mut und kleinen Schritten entsteht Raum für Zugehörigkeit, Sicherheit und Leichtigkeit.


Freundschaften können wieder zu dem werden, was sie im Kern sind: Orte der Verbundenheit und der Freude.




 
 
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